Die Milchstraße im September

Sankt Andreasberger Teleskoptreffen

Mitte September 2026 fand in Sankt Andreasberg ein Teleskoptreffen statt. Es kamen also viele Menschen an einen Ort, um ihre Teleskope aufzubauen und gemeinsam den Himmel zu beobachten oder Fotos zu machen. Leider war nur eine Nacht auch wirklich sternenklar, und zwar die von Donnerstag auf Freitag.

Neues Equipment, neue Software

Ich hatte neues Equipment dabei, das ich testen wollte: eine monochrome Kamera und dazu ein Filterrad. Dafür musste ich aber auch eine neue Aufnahmesoftware lernen. Ich habe mich also mit KStars/Ekos beschäftigt und dabei einiges an Erfahrung gesammelt. Man hört zwar immer dass N.I.N.A das maß aller Dinge sei, aber als Linux-Person ist mein Interesse mich mit einer Windowssoftware zu befassen nicht so da. Und der Linuxport Pins ist mir noch zu neu und unausgereift und ich möchte eigentlich auch keinen Raspberry Pi nutzen. Ekos läuft auf meinen Mele Quieter 4C.

Insgesamt ist in der einen klaren Nacht damit aber nicht so richtig was bei rumgekommen. Einer der Filter war etwas zu groß für das Filterrad. Solange das Filterrad noch nicht zusammengebaut war, ließ er sich zwar bewegen, aber im zusammengebauten Zustand klemmte er. Dadurch war am Ende nicht der richtige Filter eingestellt. Statt des geplanten 720nm IR-Pass-Filters war nur ein Graufilter im Strahlengang, und die Subs waren deshalb nicht so nützlich.

Auf der Beobachtungswiese konnte man auch übernachten, in unserem Fall im Auto, direkt neben dem Teleskop.

Die Milchstraße

Da am Teleskop jetzt die neue Kamera im Einsatz ist, konnte die Nikon die Milchstraße aufnehmen. Mit dem Samyang 14mm Objektiv passt ein großer Teil vom Band der Milchstraße aufs Bild. Insgesamt habe ich eine Stunde lang belichtet, jeweils mit 10s Einzelbelichtungen, und die Aufnahmen danach in PixInsight gestackt.